5   Knabenkräuter

     Status: fertiggestellt, profitiert von 4/6

Knabenkräuter (Orchis mascula)

 

Die Populationen flackern unregelmäßig immer wieder auf sind aber durch mechanische Einflüsse (Trittschäden durch Schwarzwild) und eventuell Verbiss immer wieder gefährdet. In 2012 konnte ich keine Vorkommen mehr feststellen. Auch Lichtmangel kommt als Grund für den Rückzug infrage.

 

Dieser -bereits als wertvoll erfasste Bereich- grenzt direkt an den Magerrasen, die Strauchzone und dem Kern der Wildobstpopulation an.

 

Der ehemalige Standort der Knabenkräuter wurde im Zuge der Freistellung des Wildobstes und des Magerrasens vorsichtig manuell freigestellt und beräumt.

 

Sollten sich die Orchideen wieder einstellen, könnte auch ein weiterer, bekannter Standort freigestellt werden.

 

 

Eine  Förderung dieser Art findet sich also in Kombination in der Maßnahme „6“ wieder.

 

 

Diese herrliche Orchidee zeigt eine überraschende Farbenvielfalt innerhalb der Art. Fast rein weiße Blüten sind oft im gleichen Bestand mit rosa und tief purpurroten Exemplaren zu finden. Allerdings findet man große Bestände dieser Art immer seltener. Das einstmals in ganz Mitteleuropa, ja fast im ganzen europäischen Raum verbreitete und häufige Kleine Knabenkraut ist fast überall selten geworden oder sogar ganz verschwunden. Diese Art kann als ein typischer Magerkeitsanzeiger angesehen werden. Zu finden ist es noch auf feuchten bis trockenen Wiesen und ungedüngten Weiden, in Flachmooren und auf mageren Bergwiesen auf schwach basischen bis schwach sauren Böden. Gefährdet durch Düngung, Überweidung, Viehtritt, Verbuschung und Aufforstung muss man es heute gezielt schützen, um es zu erhalten. Eine extensive Bewirtschaftung mit einer Verminderung der Weidevielzahl gehört dazu wie auch die gelegentlich Mahd und Entfernung des Mähgutes sowie eine Entbuschung der Standorte.

 

Es ist zu fragen, ob es sinnvoll ist „zentrale“ Populationen durch Zäunen vor dem Schwarzwild, das hier einen zentralen Einstand hat, zu schützen.

Diese Fläche des Magerrasens genießt wegen ihrer Größe (über 100 m² / mehr als 5 m Breite) einen Schutzstatus nach §30 des BNatSchG (Bundesnaturschutzgesetzes)

und ist bereits als wertvolles Biotop behördlich erfasst.

Erloschenes Vorkommen der Knabenkräuter

Derselbe "vergessene" Weg nach der manuellen Beräumung

Der ehemalige Orchideenstandort.

Leider hat sich die Orchideenpopulation bisher nicht wieder eingestellt.

DieArtenvielfalt

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