Magerrasen,
Status: fertiggestellt, Erweiterung der
Maßnahme sinnvoll

Magerrasen, gefördert durch das Land Niedersachsen

 

Der vorhandene Magerrasen auf einem mageren und trockenem Extremstandort stellt einen sehr hohen Wert als Biotop dar, ist aber durch vegetative und generative Vermehrung der Hecken (Prunus spinosa, Crataegus, Rosa u.a.) gefährdet. Diese Fläche wird ohne Eingriff in absehbarer Zeit sukzessive verbuschen.

 

Es wurde unerwünschter Aufwuchs gezielt manuell entfernt. Es ist zu Fragen ob der örtliche Schafhalter (Rhode) für eine jährliche Beweidung gewonnen werden kann. Der Wildverbiss greift hier nicht.

 

Wichtig ist bei allen Pflegemaßnahmen einen Nährstoffeintrag zu vermeiden. (Grünmaterial entfernen).

 

Des Weiteren könnte die Fläche in die angrenzende Strauchzone und in eine Aufforstung hinein weiter vergrößert werden. Die hier zutage tretende Bodenstruktur könnte in den Randbereichen in denen sie wieder „abtaucht“ durch Abschieben der Humusauflage freigelegt werden.

Die lückenlose Verbindung des Magerrasens mit der Strauchzone bis hin zum Stillgewässersaum könnte hier einen äußerst interessanten Biotopverbund schaffen.

 

Die ehemalige Orchideenpopulation grenzt hier direkt an.

 

Bei der Freistellung des Magerrasens wurden die Flächen der früheren Knabenkräuterpopulationen besonders sorgsam beräumt und erweitert, gleichzeitig wurden Wildobstbäume in den Randbereichen des Magerrasens freigestellt. In dieser Kernzone profitieren die Wildobstbäume, die Knabenkräuter, der Magerrasen und die Strauchzone auch gegenseitig von den jeweiligen Maßnahmen.

Im Frühjahr 2022 wurde der Magerrasen mit einem handgeführten Mulcher bearbeitet, um die Strauchbildung zu unterbinden.

Die aufwachsenden und abschattenden Gehölze würden das Biotop Magerrasen innerhalb weniger Jahre komplett verschwinden lassen.

Das Mulchen ist nicht optimal, da zu viele Nährstoffe auf der Fläche verbleiben, eine Beweidung mit Schafen läßt sich aber nicht mehr organisieren, auch für einen Mähvorgang ließ sich kein "Nutzer" finden.

Dieses Biotop darf als hochgefährdet in seiner Existenz angesehen werden, da es sich um eine Halbkulturformation, bei der die Nutzung komplett weggefallen ist, handelt.

Wir simulieren also eine Nutzung. Wenn auch mehr schlecht als recht...

Der Kalkmagerrasen

Die Hecken wurden zurüchkgesetzt